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Bremsscheiben wechseln

Kadettzeh

New member
Hallo,

wollte heute die Brensscheiben an meinem Kadett wechseln, und musste leider die Erfahrung sammeln, dass die Radbolzen dafür raus müssen.

Wie kriegt man die denn aus der Bremsscheibe?

Ich habe mit WD40 alles eingeweicht, aber nichts bewegt sich.

Die Bremsscheibe links ist angelaufen, und da ändert sich auch durch bremsen nichts. Quitschen tun die Bremsen wie Hulle!

Daher wollte ich die Scheiben einfach wechseln. Bin da vom BMW etwas verwöhnt, da geht das mega easy.

Hat jemand einen Tipp?

LG

Peter
 
Fettkappe ab, Splint raus, Kronmutter raus....lass das Lager nicht in den Dreck fallen.

Bremsscheibe und Narbe trennen (Rückseite Vielzahn....nicht dolldrehen) 

Wenn die Schrauben raus sind kann das was kleben (Narbe auf Scheibe)

Dann Bolzen raus....braucht bisschen schmackes. Raus mit Hammer - rein mit Presse.

Zusammenbau dreckfrei halten, eventuell neues Fett am Lager (Und Lagerspiel beachten)

Wenn du schon Fragen musst (Sry dafür) hol dir einen der das kann oder Werkstatt.
 
Hallo,

danke für die Antwort. Das allles habe ich gemacht. Hatte alles auseinander. Das Problem ist nur Bremsscheibe und Narbe trennen. Ich habe neue Radbolzen, die ich auch verbauen wollte. Die kann man aber nur reinpressen, keine Möglichkeit zu schrauben.

Ich bekomme halt die alte Bremsscheibe nicht von der Narbe getrennt.

Zusätzlich stelle ich fest, dass die neuen Radbolzen nicht durch die Löcher der Scheibe vom Krause passen.

LG

Peter
 
Da muss man zeitweise rabiat ran. Ob die Bolzen das richtige Maß haben kann man schlecht beurteilen, Sicher ist, die sollte man pressen. Das geht auch mit Hammer irgendwie, aber auch schnell Mist. Mit Rohrabschnitt + U-Scheiben und aufgesetzter Radmutter ....Anziehen, Bolzen nachschlagen, anziehen, nachschlagen usw.

Trennen: Hast du keinen flachen Karosseriemeissel und kannst da in die Kerbe? Eventuell die Narbe in Wasser setzen und Flamme an Scheibe?

Die Vielzahn Rückseite sind aber raus?
 
Hallo Peter,

wenn du innen in der Nabe die 4 Schrauben gelöst hast, muss sich die Bremsscheibe eigentlich leicht trennen.

Du kannst auch mit einem großen Schraubendreher da etwas hebeln.

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Die Radbolzen hab doch mit der Scheibe gar nicht zu schaffen, warum sollten die nicht passen.

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Gruß, Ilias

* BROTKASTEN INSIDE *
 
Genau. Ich habe ja auch gerade die Vorderachse komplett auseinander.

Die Radbolzen sind in die Radnabe eingepresst und müssen definitiv nicht ausgebaut werden um an die Bremsscheibe ran zukommen. Sollte man die Radbolzen entfernen wollen,werden diese von hinten angeboten um die Spannung da raus zu nehmen. Danach Radbolzen rausschlagen oder pressen. 

Die Kronenmutter wird glaube ich mit 25 Nm angezogen. Das Rad zwischendurch ein paar mal drehen,bis sich alles gesetzt hat.

Gruß Dirk 
 
Scheibe mit Nabe gut in Schraubstoch einspannen das sie nicht drehen kann. Ich spanne die daher über die vier Radbolzen. Damit die Gewinde noch kaputtgehen nehme ich Bleibacken, Alubacken gehen zur Not auch.

Und dann die vier Schrauben lösen mir einer Vielzahnnuss. Ich nehme dafür einen längeren Drehmomentschlüssel, kein Spielzeug. Mit vernünftigem Hebel macht es einmal kurz "Knack" und dann ist eine nach der anderen los und kann einfach rausgedreht werden. Mit einer Knarre wie auf dem Bild des WHB gab ich es auch nicht losbekomme.

Gruss

Hauke
 
Vielen, vielen Dank an Alle!

Scheiben sind gewechselt, und eigentlich ganz easy. Wenn man das mit den vier Schrauben hinkriegt.

Ein bisschen WD40 5 Min. warten. Drehmementschlüssel ansetzen, und fertig. Ging wirklich sehr gut.

Das dumme ist, auf der einen Seite sind vier Bolzen, und auf der anderen Seite vier Schrauben. Da denkt man die gehören zusammen, dem ist nicht so. Dazu gelernt.

Dann passte auch alles mit den Scheiben.

LG

Peter
 
Noch ein kleiner Tip für die Zukunft.  Ein Drehmomentschlüssel ist zum anziehen und nicht zum lösen von Schraubverbindungen gemacht. Zum lösen lieber nen Knebel nutzen und zur Not mit nem Rohr verlängern für mehr Hebelkraft.

Gruß Dirk 
 
@Dirk: Da hast Du natürlich vollkommen recht. Wenn der Schlüssel aber deutlich größer ist als das Drehmoment der angezogenen Schraube und zudem kein Billigkram tut es ihm nicht so sehr weh. Aber stimmt schon, starrer Knebel mit Rohr schont das Werkzeug. 

Man sollte keine Tipps geben ohne einen solchen warnenden Hinweis.

Gruss

Hauke
 
@ Dirk,

das wusste ich gar nicht. Da der sich ja umschalten lässt, bin ich immer davon ausgegangen dass das i.O. ist.

Ist aber auch ein sehr guter den ich habe, von Proxon.

Ich nutze ihn eigentlich auch nicht sehr oft zum lösen, hier nur wegen der Hebelkraft an der Mehrritzenschraube. Ich wollte die nicht kaputt drehen.

LG

Peter
 
Das Anziehen der Kronenmutter mit einem bestimmten Drehmomentwert finde ich auch fraglich. Das Radlagerspiel muss eingestellt werden, dass das mit einem Drehmomentwert funktioniert, kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen. Ich gehe da immer wie folgt vor. Kronenmutter behutsam festziehen, danach lösen bis man die dahinterliegende Scheibe mit einem Schlitzschraubendreher saugend bewegen kann. danach gucke ich welches Splintloch am Nächsten ist und drehe die Kronenmutter fluchtend mit Selbigem. So habe ich das Einstellen von Radlagern auch in meiner Ausbildungszeit gelernt.

Die Radlager sollten nicht zu stramm eingestellt werden.

Edit: Ich habe gerade im Werkstatthandbuch nachgesehen, wie es dort beschrieben steht. Die hier genannte Vorgehensweise mit den 25 NM ist nicht richtg, dass hätte mich auch sehr gewundert.

Das ist nur der Schritt 1. Im Buch steht, zuerst bei gleichzeitigem Drehen an der Nabe, die Kronenmutter auf 25NM anziehen und danch um drei Zacken lösen. Wenn das Splintloch danach nicht fluchtet, weiter aufdrehen bis zum nächsten Loch. Nicht zudrehen!

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo zusammen,

so, bin nun 3 Wochen mit den neuen Bremsscheiben gefahren, und ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kein Quitschen mehr. Bremsleistung super.

Beide Bremsen ohne Belag. Kein ziehen nach rechts mehr, wenn der Wagen kalt ist.

Nun habe ich ihn heute Morgen kurz hochgebockt und kontrolliert ob die Räder auch frei laufen. Auf beiden Seiten schleift er kurz an, wenn ich das Rad mit nur einem Finger drehe. Kein Widerstand spürbar, aber das Ohr hört das leichte Schleifen, nicht komplett rundum, sonder lediglich an einer Stelle kurz. Auf beiden Seiten. Felgen sind nicht warm nach einer Fahrt! Beide Scheiben Hochglanz silber, nichts angelaufen.

Ist das akzeptabel?

Leichtes Gefälle, rollt er sofort los, ohne Widerstand. 

VG

Peter
 
Ich würde sagen dass das so gut geworden ist. Wenn die Beläge an eine Stelle ein wenig anklingeln, das Rad aber weiterdreht und nicht stecken bleibt auch bei wenig Drehgeschwingdigkei und/oder Anschubkraft ist das eigentlich normal. 100%-Rundlauf der Scheiben ist selten, da muss von der Fertigung bis zur Montage nahezu alles 1000%ig sein. Wenn man zuviel Seitenschlag der Scheiben hat merkt man das beim Anbremsen sofort am Lenkrad.

Gruss

Hauke
 
Danke Hauke,

das beruhigt. Ich konnte mir auch nicht vorstellen woran das liegen kann, außer an einer minimalsten Abweichung der Scheiben.

Es ist wie von dir beschrieben ein "Klingeln".

VG

Peter
 
Das kann auch stärker schleifen im Stand wenn man auf der Bremse war. Die Beläge stellen ja quasi durch den geringen (gewollten) Restseitenschlag der Scheibe zurück wenn der Kolbendruck weg ist- erst während der Fahrt. Sobald man also fährt gibt sich das.VG,Olli
 
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